Kein guter Start ins neue Jahr: Energiepreise haben sich teilweise verdoppelt

Kein guter Start ins neue Jahr: Energiepreise haben sich teilweise verdoppelt - Teure fossile Brennstoffe und ein schleppender Ausbau der erneuerbaren Energien haben im Januar 2022 dafür gesorgt, dass die Preise für Energie neue Höchstmarken erreicht. Im letzten Jahr mussten schon viele kleinere Anbieter von Strom und Gas Notkündigungen verschicken (die aktuell noch die Gerichte beschäftigen) und der Trend geht immer weiter zu höheren Kosten für Energie.

Stromauskunft.de schreibt zu Entwicklung der Strompreise:

Die Strompreise sind auf Rekordhoch. Die Analysen von StromAuskunft.de zeigen, dass Verbraucher aktuell in der Grundversorgung 40,01 Cent pro Kilowattstunde zahlen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich Strom damit um 5,30 Cent pro kWh bzw. 15,27 Prozent verteuert. Damit zahlt ein 2-Personen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh 185 Euro mehr für Strom. Noch größer ist der Anstieg bei den Strompreisen außerhalb der Grundversorgung. Hier zahlten Kunden beim günstigsten Anbieter vor einem Jahr nur 23,39 Cent pro Kilowattstunde. Aktuell liegen die Kosten bei 37,27 Cent, was einem Preisanstieg von 60 Prozent entspricht. Für einen 2- Personen Haushalt sind das Zusatzkosten von 483 Euro.

Die hohen Preise sind aktuell oft noch gar nicht bemerkbar, weil die Verbraucher Abschläge zahlen und erst zum Ende des Jahres die Rechnung kommt. Dann drohen sehr hohe Nachzahlungen und man sollte daher Geld zurücklegen für diese Rechungen gegen Ende 2022.

Auch die Preise beim Gas sind deutlich angstiegen, hier sind die Erhöhungen sogar noch deutlicher und die Preise haben sich teilweise verdoppelt:

Bei Gas fallen die Preiserhöhungen noch deutlich größer aus. Ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 kWh zahlt im Schnitt knapp 15 Cent pro kWh bzw. 3000 Euro pro Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Gaspreise damit verdoppelt, d.h. Neukunden zahlen jetzt 1500 Euro mehr pro Jahr für Gas.

Generell gilt, dass man Anschreiben der Energieversorger prüfen sollte, ob Erhöhungen bei den Energiepreise angekündigt werden. Ist dies der Fall, lohnt es sich zu prüfen, ob es billigere Anbieter auf dem Markt gibt. Sowohl bei Gas als auch bei Strom ist ein Wechsel mittlerweile recht einfach möglich und man kann sehr schnell und ohne größere Bürokratie wechseln. Allerdings haben alle Anbieter am Markt die Preise erhöht. Wirklich günstigsten Strom oder gümnstiges Gas gibt es also aktuell nicht. Man kann nur zu einem Anbieter wechseln, der nicht ganz so teuer ist.

Veröffentlicht:: 24.01.22 07:25